178.000 Besucher*innen feiern „Die Finals – Berlin 2019“ live in der Hauptstadt – und viele mehr bei ARD und ZDF

04. August 2019 „Die Finals – Berlin 2019“ sind ausgetragen und haben ein begeistertes Publikum in der Sportmetropole Berlin hinterlassen. Insgesamt besuchten 178.000 Zuschauerinnen die 10 Deutschen Meisterschaften (Samstag (82.300, Sonntag 95.700). Darunter sind die 42.000 Besucherinnen am Samstag und 45.000 am Sonntag im temporären Stadion auf dem Olympischen Platz und im angrenzenden Olympiapark auf dem Familiensportfest des Landessportbundes Berlin.

Die Leichtathletik hatte 26.200 Zuschauerinnen am Samstag (Rekord für einen Einzeltag bis dahin) und am Sonntag sogar 34.350 Zuschauerinnen im Olympiastadion Berlin. Zusammen sind das 60.550 Zuschauer*innen in der Leichtathletik allein und damit das beste Ergebnis seit mindestens 40 Jahren in der Olympischen Kernsportart.

Pulverisierte Rekorde vor enthusiastischen Rängen und teils ausverkauften Hallen: „Die Finals – Berlin 2019“ feiern ein erfolgreiches Premieren-Wochenende in Berlin. 

Zur Premiere dieses Multisportevents versammelten sich an diesem Wochenende mehr als 3.300 Athlet*innen in der Sportmetropole Berlin. 202 Titel wurden insgesamt erkämpft. Für einen der Momente sorgte Leichtathletin Konstanze Klosterhalfen bereits zum Auftakt des sportübergreifenden Wochenendes. Die 22-Jährige pulverisierte bereits am Samstag im Olympiastadion Berlin den 20 Jahre alten deutschen Rekord von Irina Mikitenko über 5000 m um 15 Sekunden. „Ich wollte einfach ein schnelles Rennen liefern und wusste, dass das Publikum super sein wird. Und, dass ich es auch in den Beinen habe. Deshalb bin ich einfach darauf losgerannt“, so Klosterhalfen in der ARD.  Der zweite Rekord folgte von Turnerin Elisabeth Seitz am Sonntag am Stufenbarren, ihrem Paradegerät. Mit dem Deutschen Meister-Titel Nummer 22 knackte Seitz die 56 Jahre alte nationale Bestmarke von Ingrid Föst. „Das ist cool und einfach sagenhaft,“ jubelte Seitz.

Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport des Landes Berlin: „Ich habe überall begeisterte Menschen getroffen. Die Sportstätten sind voll, wir hatten an diesem Wochenende knapp 180.000 Besucherinnen und Besucher bei den Finals live vor Ort. Vor allem die Sportlerinnen und Sportler waren begeistert und hatten glänzende Augen. Vor einer solchen Kulisse Meisterschaften auszutragen und dann gefeiert zu werden ist besonders. Die Stimmung war hervorragend, wir sind glücklich.“

Auch die Schwimmer konnten zur Finals-Premiere mit Superlativen glänzen. An drei von vier Wettkampftagen schwammen die Athlet*innen vor ausverkauftem Hause. Mit 03:49,95 haben die Schwimmer der Neckarsulmer Sport-Union – Nadine Laemmler, Fabian Schwingenschlögl, Daniel Pinneker und Annika Bruhn – in der Mixed-Staffel über 4 x 100 m Lagen nicht nur den DM-Titel geholt, sondern auch einen neuen Deutschen Rekord aufgestellt.

Begeisterung steigert Stellenwert des Sports 

Sowohl die Sportler*innen als auch die Fans sorgten in den teils ausverkauften Sportstätten für tolle Stimmung. Triathlon-Teilnehmer und Ironman-Champion Patrick Lange sprintete am Sonntag im temporären Stadion, welches auf dem Olympischen Platz für das Finals-Wochenende entstand, auf Platz 25 ins Ziel und zeigte sich im anschließenden ZDF-Interview vom neuen Multisport-Event begeistert: „Die Finals sind genau das, was der deutsche Sport braucht. Die Stimmung hat uns nach vorne gepeitscht, und ich kann nur bitten, das alles zu wiederholen.“
  
Spitzen-Kanute Ronald Rauhe sprintete am Samstag vor außergewöhnlicher Kulisse zu zwei deutschen Kanu-Titeln: „Die Finals waren atemberaubend. Dass die Location direkt an der Oberbaumbrücke und Eastside Gallery etwas Besonderes ist, war klar. Aber die Menschen, die dort waren, sind so extrem mitgegangen. Da war so viel los. Die Stimmung war wirklich fantastisch. Ich habe das genossen. Wir können das gerne wieder tun. Wir haben auch gute Werbung für unseren Sport gemacht. Es ist ein Event, das sich gelohnt hat und das die Zuschauer sehen wollten,“ so der Deutsche Meister im ZDF-Interview

19 Stunden lang übertrugen ARD und ZDF die Finals an beiden Tagen

Von den erstmals gleichzeitig ausgetragenen Finals in zehn deutschen Meisterschaften profitierte aber nicht nur der deutsche Breitensport. Die Finals erweisen sich auch medial als gelungenes TV-Experiment. 

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Sonntagmorgen: „Die Quote ist großartig. Wir hatten im Durchschnitt einen Marktanteil von 12,5 Prozent. Keine Sportart fiel unter zehn Prozent. Schon morgens zum Triathlon hatten 900.000 Menschen eingeschaltet, abends zur Leichtathletik waren es 2,5 Millionen.“ (Anmerkung: Die Quoten für den Sonntag lagen zum Redaktionsschluss der Medienmitteilung noch nicht vor.)

Thomas Fuhrmann, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Sport: „Wir sind hochzufrieden. Das war eine großartige Premiere mit tollen sportlichen Leistungen, die hier in Berlin viele Zuschauer angelockt haben. Unser Konzept, 10 Deutsche Meisterschaften aufeinander abzustimmen und zu einem Erfolg zu führen, ist komplett aufgegangen.“